Was Ein­sam­keit mit unse­rem Gedächt­nis anstellt

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Das gän­gige Bild eines ein­sa­men Gehirns sieht in etwa so aus: Es ist hyper­vi­gi­lant, sucht stän­dig nach Bedro­hun­gen, inter­pre­tiert Feind­se­lig­keit in neu­trale Gesich­ter hin­ein und reagiert auf mehr­deu­tige Texte mit Schreck. Die­ses Bild ist nicht falsch, denn die For­schung zur Emp­find­lich­keit gegen­über sozia­len Bedro­hun­gen bei Ein­sam­keit ist gut belegt. Doch es lässt etwas außer Acht. Es kon­zen­triert sich dar­auf, was Ein­sam­keit der Wahr­neh­mung hin­zu­fügt, und über­sieht dabei, was sie ihr ent­zieht. Eine Stu­die aus dem Jahr 2024 In einer im Bri­tish Jour­nal of Social Psy­cho­logy ver­öf­fent­lich­ten groß ange­leg­ten Stu­die wurde einer ein­fa­chen Frage nach­ge­gan­gen: „Wei­sen chro­nisch ein­same Men­schen eine nega­tive…

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