Es ist eine der universellsten kleinen Peinlichkeiten des Alltags: Man steht im Supermarkt und sieht ein Gesicht, das einem sofort vertraut vorkommt. Man weiß, dass man diese Person kennt, vielleicht sogar, woher, welchen Beruf sie hat oder worüber man beim letzten Treffen gesprochen hat. Doch der Name will einem einfach nicht einfallen. Dieses Phänomen ist jedoch kein Zeichen von Unaufmerksamkeit oder gar beginnender Vergesslichkeit im pathologischen Sinne, sondern die logische Folge davon, wie das Gehirn Gesichter und Namen verarbeitet, speichert und wieder abruft. Zwei getrennte Verarbeitungssysteme Der zentrale Grund dafür ist, dass die Gesichtserkennung und der Namensabruf in unterschiedlichen neuronalen…
