Ist es noch mög­lich, sich als “Wir, das Volk” zu bezeich­nen?

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Als die Ver­fas­ser der Ver­fas­sung der Ver­ei­nig­ten Staa­ten mit den Wor­ten „We the Peo­ple“ began­nen, for­mu­lier­ten sie ein ehr­gei­zi­ges demo­kra­ti­sches Ideal: eine rie­sige, viel­fäl­tige Bevöl­ke­rung könne sich unter einer gemein­sa­men Vision der Selbst­ver­wal­tung ver­ei­nen. Heute jedoch erscheint die­ses ursprüng­li­che Ver­spre­chen zuneh­mend brü­chig. Extreme Par­tei­po­li­tik, die Frag­men­tie­rung der Medien und tiefe kul­tu­relle Grä­ben ver­an­las­sen viele dazu, sich zu fra­gen, ob eine ein­heit­li­che bür­ger­li­che Iden­ti­tät noch rea­li­sier­bar ist oder ob sich „We the Peo­ple“ bereits in unver­söhn­li­che Lager gespal­ten hat. Ist „Wir, das Volk“ noch mög­lich? Oder sind wir rea­lis­tisch betrach­tet eher zu einer Welt des „Wir gegen die ande­ren“ ver­dammt? Ohne…

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