Im neu­ro­lo­gi­schen Grenz­ge­biet von Migräne und Epi­lep­sie

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Auf den ers­ten Blick schei­nen Migräne und Epi­lep­sie zu völ­lig unter­schied­li­chen Kate­go­rien neu­ro­lo­gi­scher Erkran­kun­gen zu gehö­ren. Migräne äußert sich typi­scher­weise als pochen­der, stark beein­träch­ti­gen­der Kopf­schmerz, der oft von Licht­emp­find­lich­keit und Übel­keit beglei­tet wird. Epi­lep­sie ist hin­ge­gen durch unvor­her­seh­bare Anfälle gekenn­zeich­net, die auf plötz­li­che elek­tri­sche Ent­la­dun­gen im Gehirn zurück­zu­füh­ren sind. Den­noch beob­ach­ten Neu­ro­lo­gen bereits seit mehr als einem Jahr­hun­dert, dass diese bei­den epi­so­disch auf­tre­ten­den Erkran­kun­gen eng mit­ein­an­der ver­knüpft sind. Wie der bri­ti­sche Neu­ro­loge Sir Wil­liam Gowers bereits im Jahr 1907 tref­fend fest­stellte, bewegt sich die Migräne im „Grenz­ge­biet der Epi­lep­sie: ihr nahe, aber nicht zu ihr gehö­rig“. Diese Intui­tion wurde durch…

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