Wenn man allein im Dunkeln zu Hause sitzt, kann einen plötzlich ein Gefühl der Angst überkommen und ein kalter Schauer den Körper durchlaufen. Tatsächlich sträuben sich die Haare und man bekommt eine Gänsehaut. Dieses Gefühl haben wir alle schon einmal erlebt. Aber warum reagiert unser Körper so, wenn wir Angst haben?
Das erinnert an die Zeit der Urzeitmenschen, die täglich mit der Angst vor lebensbedrohlichen Raubtieren konfrontiert waren. Infolgedessen entwickelte unser Körper die sogenannte „Kampf-oder-Flucht-Reaktion“. Dabei handelt es sich um eine Stressreaktion, bei der Adrenalin ausgeschüttet wird. Unser Herz schlägt schneller, unsere Handflächen schwitzen und wir bekommen eine Gänsehaut. In diesem Zustand ziehen sich die winzigen Muskeln neben jedem Haar zusammen, sodass sich die Haare aufrichten.
Im Vergleich zu unseren tierischen Vorfahren sind Menschen heute relativ unbehaart. Charles Darwin stellte die These auf, dass unsere Vorfahren zu einem bestimmten Zeitpunkt wesentlich behaarter gewesen sein müssen und sich ihre Haare bei Gänsehaut aufrichteten, um größer und für potenzielle Raubtiere einschüchternder zu wirken.
