Sub­jek­ti­vi­tät und Selbst­be­wusst­sein in der digi­ta­len Welt

Iden­ti­tät ist einer der kom­ple­xes­ten Aspekte unse­res All­tags. Es ist ein Thema, bei dem wir uns mal sicher und selbst­be­wusst füh­len, aber auch mal ein Gefühl der Unsi­cher­heit und Unklar­heit dar­über ver­spü­ren, wer wir sind, wie wir uns dar­stel­len und wie wir von ande­ren wahr­ge­nom­men wer­den. Gleich­zei­tig sind Iden­ti­tä­ten auch Gegen­stand poli­ti­scher Aus­ein­an­der­set­zun­gen: Wenn etwa dar­über gestrit­ten wird, wer „wirk­lich“ Deut­scher ist; wenn Poli­ti­ker hit­zig dar­über debat­tie­ren, ob Trans­gen­der-Per­so­nen Sport in dem Geschlecht aus­üben dür­fen soll­ten, mit dem sie sich iden­ti­fi­zie­ren; oder wenn kul­tu­relle Mecha­nis­men die­je­ni­gen, die als „anders“ ras­si­fi­ziert sind, in Fern­seh­pro­gram­men unter­re­prä­sen­tie­ren.

Ein gro­ßer Teil unse­res All­tags besteht aus Tätig­kei­ten, die mit unse­rer Selbst­iden­ti­tät zusam­men­hän­gen. Dazu gehört etwa das Mit­füh­ren eines Füh­rer­scheins, das Vor­zei­gen eines Rei­se­pas­ses beim Grenz­über­tritt, die Ver­wen­dung einer per­sön­li­chen Schlüs­sel­karte, um Zugang zu einer Woh­nung oder einem Büro­ge­bäude zu erhal­ten, die Anmel­dung am Betriebs­sys­tem eines Com­pu­ters oder an einem Ser­ver am Arbeits­platz, der Auf­bau und die Pflege einer Prä­senz in den sozia­len Medien, das Erstel­len eines Pro­fils auf Lin­ke­dIn oder die Angabe unse­rer Zugangs­da­ten, um zu bewei­sen, dass wir die sind, für die wir uns aus­ge­ben, wenn wir Tele­fon­wer­bung betrei­ben.

Die Aus­übung von Iden­ti­tät im All­tag über­schnei­det sich zudem mit allen Facet­ten der Zuge­hö­rig­keit. Wir gehö­ren zu Fami­lien und wer­den in der Regel anhand des Namens iden­ti­fi­ziert, den sie uns gege­ben haben. Die meis­ten von uns – wenn auch nicht alle – gehö­ren einem Natio­nal­staat an. Dazu gehö­ren Aus­weis­pa­piere, Staats­an­ge­hö­rig­keits­do­ku­mente, unter­schied­li­che Aus­prä­gun­gen von Natio­nal­stolz sowie die Teil­nahme an natio­na­len Ver­an­stal­tun­gen. Wir gehö­ren zu Schu­len und tra­gen manch­mal Uni­for­men, die diese Zuge­hö­rig­keit auf den ers­ten Blick erken­nen las­sen. Oder wir gehö­ren zu Uni­ver­si­tä­ten und erwer­ben ver­schie­dene Abschlüsse, die unse­ren Namen und den Stem­pel, das Sie­gel oder das Impri­matur der Uni­ver­si­tät ent­hal­ten. Diese Abschlüsse haben unsere Iden­ti­tät von jeman­dem ohne Abschluss zu einem Bache­lor, Mas­ter, Dok­tor oder einem ande­ren aka­de­mi­schen Rang umge­schrie­ben.

Wir gehö­ren zu Arbeits­stät­ten und unsere Iden­ti­tät formt sich durch diese Zuge­hö­rig­keit so, dass wir unse­rer Arbeit nach­ge­hen – sei es am Arbeits­platz oder per Video­kon­fe­renz von zu Hause aus. Unser Selbst­ver­ständ­nis ist dabei meh­rere Stun­den am Tag mit der Arbeits­kul­tur ver­floch­ten und greift sehr oft auch in unser Leben außer­halb der Arbeit über. Es ist daher über­ra­schend, dass wir nicht mehr über Iden­ti­tät, Selbst­sein und Zuge­hö­rig­keit spre­chen, da deren Aus­übung einen so gro­ßen Teil unse­res all­täg­li­chen Wach­le­bens ein­nimmt.

Gleich­zei­tig ist es jedoch viel­leicht nicht so über­ra­schend, dass wir nicht gerne zu viel Auf­merk­sam­keit dar­auf len­ken. Denn wenn wir das tun, zwingt es uns, schwie­rige Fra­gen über uns selbst zu stel­len. Wer bin ich? Bin ich nor­mal? Kann ich bewei­sen, wer ich heute zu sein behaupte? Sobald wir uns zu genau damit beschäf­ti­gen, wie Iden­ti­tä­ten ent­ste­hen, lau­fen wir Gefahr, zu erken­nen, dass das, was sich für uns authen­tisch und wesent­lich anfühlt, nicht immer ganz so sicher ist. Eine genaue Betrach­tung offen­bart all die klei­nen Ver­schie­bun­gen in der Iden­ti­tät, durch die die Art und Weise, wie wir uns iden­ti­fi­zie­ren, weni­ger real und bedeu­tungs­voll erscheint.

Den­noch sind wir oft bes­ser in der Lage, ethi­schere Lebens­wei­sen zu fin­den, inklu­si­ver zu sein, Viel­falt anzu­neh­men, Ängste vor Anders­ar­ti­gen abzu­bauen und weni­ger Unsi­cher­heit über unsere Iden­ti­tät zu emp­fin­den, wenn wir uns die intel­lek­tu­el­len und kon­zep­tio­nel­len Fähig­kei­ten aneig­nen, um zu ergrün­den, was Iden­ti­tät bedeu­tet, wie sie sich mit der zeit­ge­nös­si­schen Kul­tur über­schnei­det, wie sie unser Zuge­hö­rig­keits­ge­fühl und das Gefühl, „nor­mal“ zu sein, prägt und wie sie in den Kom­mu­ni­ka­ti­ons­for­men und Spra­chen kon­stru­iert wird, mit denen wir unser Selbst­ver­ständ­nis und unsere Zuge­hö­rig­keit beschrei­ben.

Bei mei­nen Recher­chen zum Thema Iden­ti­tät habe ich drei wesent­li­che Erkennt­nisse gewon­nen.

  • Es gibt weder einen „rich­ti­gen“ Ansatz noch eine „rich­tige“ Theo­rie, die auf­zeigt, wie Iden­ti­tät, Sub­jek­ti­vi­tät und Selbst­heit funk­tio­nie­ren. Viel­mehr gibt es viele ver­schie­dene Arten, über Iden­ti­tät nach­zu­den­ken, und die meis­ten die­ser Ansätze oder Theo­rien ent­hal­ten wert­volle Erkennt­nisse. Es ist nicht ent­schei­dend, dass es keine all­um­fas­sende Theo­rie gibt – wir pro­fi­tie­ren davon, wenn wir uns den gro­ßen Fra­gen der Iden­ti­tät aus ver­schie­de­nen Blick­win­keln nähern.
  • Iden­ti­tä­ten ver­än­dern sich. Sie sind ein Pro­zess und unter­lie­gen einem stän­di­gen Wan­del. Da dies unser Selbst­ver­ständ­nis, unsere Bezie­hun­gen und unsere Zuge­hö­rig­keits­ge­fühle ins Wan­ken brin­gen kann, nei­gen wir dazu, Erzäh­lun­gen und Geschich­ten zu nut­zen, um diese Ver­än­de­run­gen und die damit ver­bun­de­nen Unstim­mig­kei­ten her­un­ter­zu­spie­len – oft, weil es ein­fa­cher ist, als die Fle­xi­bi­li­tät und den Wan­del von Iden­ti­tä­ten im Laufe der Zeit anzu­neh­men. Wir lesen unsere eige­nen Erin­ne­run­gen neu, um der Ver­gan­gen­heit, Gegen­wart und Zukunft einen Sinn zu geben, als wären sie immer authen­tisch, linear, ange­bo­ren und unver­än­der­lich. Und wir nut­zen die vie­len Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel, die uns zur Ver­fü­gung ste­hen, um diese Geschich­ten zu pro­du­zie­ren – ins­be­son­dere die Mit­tel der digi­ta­len Kom­mu­ni­ka­tion, die sich hier­für oft als gut geeig­net erwie­sen haben.
  • Iden­ti­tät ist der Kern des­sen, wie wir ein lebens­wer­tes Leben füh­ren und wie wir ethisch und gewalt­frei mit­ein­an­der umge­hen. Das Aus­maß, in dem wir uns mit ande­ren ver­bun­den oder im Gegen­satz zu ihnen ste­hend wahr­neh­men, kann dar­über ent­schei­den, wie wir leben und mit­ein­an­der umge­hen. Die digi­tale Kom­mu­ni­ka­tion hat jedoch nicht immer ein Gefühl der gegen­sei­ti­gen Abhän­gig­keit von Iden­ti­tä­ten geför­dert. Viel­mehr wurde sie manch­mal miss­braucht, um aggres­sive Unter­schiede und Feind­se­lig­keit zu schü­ren. Weite Teile der kul­tu­rel­len Pra­xis, Indi­vi­dua­li­tät und Frei­heit zu ver­ge­gen­ständ­li­chen, tra­gen dazu bei und begüns­ti­gen mit­un­ter Lebens­wei­sen, die unethisch sind, Ungleich­hei­ten auf­recht­erhal­ten und das Leben eini­ger Men­schen weni­ger lebens­wert erschei­nen las­sen als das ande­rer.

Vor dem Hin­ter­grund die­ser drei Punkte ist es sinn­voll, ein tie­fe­res Ver­ständ­nis für die Bezie­hung zwi­schen digi­ta­ler Kom­mu­ni­ka­tion und Iden­ti­tät zu ent­wi­ckeln. Nur so kön­nen wir uns in der heu­ti­gen sozia­len Welt zurecht­fin­den und die künf­ti­gen Ent­wick­lun­gen in den Berei­chen Medien und Kom­mu­ni­ka­tion meis­tern. Nur so ler­nen wir uns selbst und unsere eigene Iden­ti­tät bes­ser ken­nen und wer­den mög­li­cher­weise zu bes­se­ren Bür­gern. Und nur so behal­ten wir stets im Blick, wie wich­tig ethi­sche Zuge­hö­rig­keit für ein lebens­wer­tes Leben ist.

Iden­ti­tät und digi­tale Kul­tu­ren

Es lässt sich nicht leug­nen, dass wir in den 2020er Jah­ren in einer von Medien durch­drun­ge­nen Welt leben. Die Medien und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel, mit denen wir uns beschäf­ti­gen – Filme, Fern­se­hen, soziale Medien, Zoom, Nach­rich­ten, Bücher, algo­rith­misch gene­rierte Feeds oder mit künst­li­cher Intel­li­genz aus­ge­stat­tete Haus­halts­ge­räte –, spie­len eine immer zen­tra­lere Rolle dabei, wie wir unsere Iden­ti­tät gestal­ten und über unser Selbst nach­den­ken

Selbst­ver­ständ­lich sind Medien und Kom­mu­ni­ka­tion nicht die ein­zi­gen Fak­to­ren, die unsere Iden­ti­tät beein­flus­sen. Auch Bil­dung, Fami­lie, Erzie­hung, Reli­gion, Infor­ma­ti­ons­ver­mitt­lung sowie weni­ger offen­sicht­li­che Fak­to­ren wie die Funk­ti­ons­weise unse­res Kör­pers und des­sen Hand­lun­gen spie­len eine wich­tige Rolle bei der Her­aus­bil­dung unse­rer Iden­ti­tät. Betrach­tet man jedoch die Durch­drin­gung der zeit­ge­nös­si­schen Kul­tur mit bild­schirm­ba­sier­ten Gerä­ten und com­pu­ter­ge­stütz­ter Kom­mu­ni­ka­tion, so wird deut­lich, dass Medien, Kom­mu­ni­ka­tion und digi­tale Inter­ak­tion zuneh­mend im Mit­tel­punkt des Wis­sens ste­hen, mit dem wir unsere Iden­ti­tät kon­stru­ie­ren und unse­rem Selbst einen Sinn geben.

Es gibt drei wesent­li­che Fak­to­ren, die ver­deut­li­chen, wie ent­schei­dend Medien und digi­tale Kom­mu­ni­ka­tion für die Her­aus­bil­dung unse­rer Iden­ti­tät und unse­res Selbst­ver­ständ­nis­ses sind.

  • Medien und digi­tale Tech­no­lo­gien ste­hen mitt­ler­weile im Mit­tel­punkt fast unse­rer gesam­ten täg­li­chen Kom­mu­ni­ka­tion. Sei es, wenn wir gemein­sam mit der Fami­lie fern­se­hen, uns über einen Feed über aktu­elle Nach­rich­ten infor­mie­ren, Lern­platt­for­men über einen Brow­ser nut­zen oder in den sozia­len Medien mit­hilfe von Fotos und Videos etwas über uns erzäh­len.
  • Uns ste­hen unzäh­lige Infor­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung, bei­spiels­weise aus Wiki­pe­dia, den Fern­seh­nach­rich­ten oder Social-Media-Feeds. Vie­les, was auf unse­ren Bild­schir­men erscheint, wird jedoch durch algo­rith­misch gene­rierte Feeds bestimmt und nicht durch unsere eige­nen Ent­schei­dun­gen. Wir sind jedoch keine pas­si­ven Infor­ma­ti­ons­kon­su­men­ten. Ein Groß­teil unse­rer Medi­en­nut­zung besteht viel­mehr darin, Geschich­ten zu ent­de­cken und zu nut­zen. Filme, Fern­seh­se­rien und Social-Media-Sei­ten sind gän­gige For­men des Geschich­ten­er­zäh­lens. Selbst eine Wiki­pe­dia-Seite erzählt eine Geschichte zu einem Thema und auch Nach­rich­ten sind stark durch nar­ra­ti­ves Sto­rytel­ling auf­ge­baut: Dies geschah, dann geschah jenes und so wei­ter. Geschich­ten ste­hen im Ein­klang mit unse­rer Iden­ti­tät, weil wir uns selbst in unse­rer eige­nen Geschichte wie­der­erken­nen. Oft über­neh­men wir die Prak­ti­ken des Sto­rytel­lings, die wir anderswo gelernt haben, um zu ver­ste­hen und zu beschrei­ben, wer wir sind. Wir sind aktive Nut­zer von Kom­mu­ni­ka­tion, um unsere eige­nen Geschich­ten auf eine Weise zu erzäh­len, die prägt, wie unsere Iden­ti­tä­ten dar­ge­stellt wer­den.
  • Das Sto­rytel­ling in den Medien lie­fert uns die Werk­zeuge, das Wis­sen und die Rah­men­kon­zepte, um ver­schie­dene Kate­go­rien, Codes und Abgren­zun­gen von Iden­ti­tät, ins­be­son­dere in Bezug auf Rasse, eth­ni­sche Zuge­hö­rig­keit, Geschlecht, Sexua­li­tät sowie kör­per­li­che und geis­tige Fähig­kei­ten, zu ver­ste­hen. Es spielt eine zen­trale Rolle bei der Ent­ste­hung von Ste­reo­ty­pen, die dazu nei­gen, eine kom­plexe Per­son auf nur einen Aspekt ihrer Iden­ti­tät oder Zuge­hö­rig­keit zu redu­zie­ren. Zudem prägt es die Art und Weise, wie wir über Inklu­sion und Viel­falt spre­chen. Dar­über hin­aus eröff­net es Mög­lich­kei­ten für ver­schie­dene Arten des Sto­rytel­lings, die uns neue Per­spek­ti­ven auf das Selbst und unser Leben eröff­nen kön­nen.
Um die heu­tige Iden­ti­tät voll­stän­dig zu ver­ste­hen, müs­sen wir also in der Lage sein, die Medien und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­for­men zu deu­ten, die bei der Iden­ti­täts­bil­dung eine so bedeu­tende Rolle spie­len.

Wenn wir die Bezie­hung zwi­schen Medien, Kom­mu­ni­ka­tion und Iden­ti­tät wirk­lich ver­ste­hen wol­len, müs­sen wir uns über die sich rasch wan­deln­den For­men und Prak­ti­ken der digi­ta­len Kom­mu­ni­ka­tion in unse­rem All­tag auf dem Lau­fen­den hal­ten. Dazu gehört, sie als den Rah­men zu betrach­ten, in dem sich unsere Bezie­hun­gen und Kom­mu­ni­ka­tion ent­fal­ten. Wir müs­sen die tief­grei­fen­den Ver­än­de­run­gen der letz­ten Gene­ra­tio­nen ver­ste­hen. Dabei spie­len digi­tale Kom­mu­ni­ka­tion, Online-Inter­ak­ti­vi­tät, Debat­ten über Daten­schutz, der Ein­satz von Algo­rith­men, die Nor­men des digi­ta­len Enga­ge­ments, die Prak­ti­ken des Online-Gamings, das Ver­trauen in künst­li­che Ent­schei­dungs­hil­fen und die zuneh­mende Des­in­for­ma­tion im Inter­net eine zen­trale Rolle dabei, wie wir uns iden­ti­fi­zie­ren, wie wir über Iden­ti­tä­ten spre­chen und wie unsere per­sön­li­chen Iden­ti­tä­ten unter dem Blick der ande­ren arti­ku­liert wer­den.

Manch­mal bedeu­tet dies, die Unhalt­bar­keit der Vor­stel­lung anzu­er­ken­nen,

  • dass das „Inter­net“ vom „ech­ten“ Leben getrennt sei (keine Kom­mu­ni­ka­tion fin­det ohne die Betei­li­gung von Kör­pern statt)
  • auf neue Ent­wick­lun­gen in der digi­ta­len Kom­mu­ni­ka­tion zu ach­ten, die unsere Iden­ti­täts­aus­le­bung prä­gen und ver­än­dern (wie die mas­sive Zunahme der Nut­zung von Video­kon­fe­ren­zen seit Beginn der Corona-Pan­de­mie)
  • die Rolle von Algo­rith­men zu ver­ste­hen, die die Dis­kurse, Spra­chen und Kon­zepte prä­gen, denen wir online begeg­nen (und denen nicht) und die unse­rem Selbst­ver­ständ­nis Bedeu­tung ver­lei­hen

Ange­sichts der zuneh­men­den All­ge­gen­wart digi­ta­ler Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gien hat sich dies in gewis­ser Weise auf die Art und Weise aus­ge­wirkt, wie wir Iden­ti­tät leben und wie Iden­ti­tä­ten für uns ver­ständ­lich gemacht wer­den. Das bedeu­tet jedoch nicht, dass digi­tale Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gien und Online-Wel­ten die Metho­den, mit denen Iden­ti­tät im All­tag gelebt wird, voll­stän­dig ver­än­dert haben. Es gibt viel­mehr eine klare, wenn auch sehr kom­plexe Ver­bin­dung zwi­schen den ver­schie­de­nen For­men und Arten der Kom­mu­ni­ka­tion über uns selbst und der Erklä­rung unse­res Selbst gegen­über ande­ren, bei­spiels­weise zwi­schen münd­li­cher Kom­mu­ni­ka­tion und Inhal­ten auf Tik­Tok.

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